Für wie viel qm reicht eine Dose?
Je nach Aussaatdichte zwischen 20 bis 40 m².
Für welchen Standort ist die Mischung geeignet? Welche Anforderungen an den Boden? Lichtkeimer?
Standort: Vollsonnig bis sonnig. In schattigen Lagen ist die Blühneigung stark eingeschränkt.
Boden: Extrem anpassungsfähig. Funktioniert am besten auf mageren bis mäßig nährstoffreichen, durchlässigen Böden (Frisch- bis Halbtrockenrasen). Weder extreme Staunässe noch reiner, extremer Trockensand sind ideal.
Lichtkeimer: Ja. Fast alle enthaltenen Arten sind Lichtkeimer. Das Saatgut darf nach der Aussaat keinesfalls mit Erde bedeckt, sondern muss nur flach aufgedrückt oder angeplatzt/angewalzt werden.
Darf man das Saatgut auch wild ausbringen?
Nein, in der freien Natur ist das gesetzlich verboten.
In Deutschland regelt das Bundesnaturschutzgesetz sehr streng, dass in der freien Landschaft (also außerhalb von Gärten, Äckern und bebauten Gebieten) nur zertifiziertes, regionales Saatgut ausgebracht werden darf. Da unsere Mischung ein breites mitteleuropäisches Spektrum abdeckt, darfst du sie ohne Bedenken im eigenen Garten, im Hochbeet oder auf dem Balkon aussäen. Möchtest du jedoch Flächen in der freien Natur wie Waldränder, Feldwege oder öffentliche Wiesen begrünen, brauchst du dafür eine behördliche Genehmigung.
Sind einige der Blumen giftig für Katzen, Hunde, Pferde oder Kleinkinder?
Ja, einige der Pflanzen wie der Rainfarn (Tanacetum vulgare) sind in der Tat giftig für Tiere und Kleinkinder. Wir betonen hier ganz klar, dass diese Wildblumenmischung auf den Aspekten Biodiversität optimiert ist, hören aber auch bereits euer Feedback und werden versuchen, eine tier- und kinderfreundliche Variante zügig als Ergänzung auf den Markt zu bringen. Danke für euer Feedback zu dem Thema.
Ist die Samenmischung auch für Österreich, Schweiz, Schweden, Frankreich oder Irland geeignet?
Die Saatgutmischung ist an das mitteleuropäische Ökosystem angepasst. Hier ist eine Liste mit Orten, an denen das Saatgut in Privatgärten verwendet werden kann:
Optimal geeignet (Mitteleuropäischer Kernraum):
-
Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien
Gut geeignet (West- & Nordwesteuropa):
- Frankreich (vor allem Nord- und Ostfrankreich), Belgien, Niederlande, Dänemark
Bedingt geeignet (Abweichendes Klima/Flora, im abgegrenzten Privatgarten aber unbedenklich):
- Südschweden
Wichtiger Grundsatz: Im privaten Garten unbedenklich. In der freien Landschaft darf generell nur lokales Regiosaatgut verwendet werden!
Gibt es eine Anleitung zur Aussaat bzw. zur Bodenvorbereitung?
1. Vorbereitung des Bodens
-
Entferne gegebenenfalls die Grasnarbe & lockere die Erde gut auf.
-
Befreie die Fläche gründlich von Steinen, alten Pflanzenresten und Unkraut.
-
Ebne die Fläche mit einem Rechen, um ein feines, glattes Saatbeet zu schaffen.
2. Aussaat
-
Die Bodentemperatur sollte mindestens 10 °C betragen. Es darf keinen Bodenfrost mehr geben.
-
Schüttle den Shaker mit den Samen gut durch, damit sich die verschiedenen Arten gleichmäßig verteilen.
-
Verteile die Samen gleichmäßig und locker auf der vorbereiteten Fläche. Achte darauf, sie nicht zu dicht zu säen, damit die einzelnen Pflanzen genug Platz und Licht zum Wachsen haben.
-
Drücke die Samen leicht an, zum Beispiel mit einem Brett oder mit den Füßen.
3. Pflege
-
Halte die Fläche in den ersten Wochen nach der Aussaat gleichmäßig feucht, damit die Samen keimen können. Die Keimung dauert je nach Temperatur etwa 2 bis 3 Wochen.
-
Um das Wachstum aller Arten zu fördern, kannst du den Aufwuchs nach ca. 20 Tagen auf 8 cm Höhe kürzen. Dies ist aber nicht zwingend notwendig.
-
Mähe die Fläche im Spätherbst auf ca. 5 cm mit einem Balkenmäher oder der Sense herunter. In den Folgejahren reicht ein Schnitt nach der Hauptblüte im Juni/Juli und ein weiterer im Herbst.
-
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Kann man einfach in die Wiese streuen oder sollte die Grasnarbe entfernt werden?
Für ein perfektes Ergebnis deiner Blühwiese sollte die Grasnarbe vorher flächig abgetragen werden. Es ist zwar prinzipiell auch möglich, die Mischung direkt auf spärlich bewachsenen Stellen auszusäen, allerdings sorgt der hohe Konkurrenzdruck der Gräser hier dafür, dass deutlich weniger Samen erfolgreich keimen und sich durchsetzen.
Gibt es Tipps für die Aussaat im Topf?
Ja, das klappt wunderbar auf Balkon und Terrasse! Wähle für die Aussaat tiefe Gefäße mit Abzugslöchern, da Tiefwurzler wie die Wegwarte oder der Pastinak ausreichend Platz nach unten benötigen. Lege als wichtigstes Fundament eine zuverlässige Drainageschicht aus Blähton am Topfboden an, um die für Wildblumen schädliche Staunässe sicher zu verhindern.
Verwende Kräuter- oder Universalerde und drücke die Samen nach dem Streuen nur leicht an, ohne sie mit Erde zu bedecken – die meisten deiner Wildblumen sind Lichtkeimer.
Eignet sich die Mischung auch für ein Hochbeet?
Ja, das funktioniert hervorragend, wenn du ein paar Kniffe beachtest! Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr besonders schnell, allerdings solltest du die nährstoffreiche Erde im oberen Bereich großzügig mit Sand abmagern, damit die Blumen nicht umknicken. Da Tiefwurzler wie unsere Wegwarte Platz nach unten brauchen, sollte dein Hochbeet mindestens 60 cm tief sein. Setze kleinere Arten wie den Wiesenknopf an den Rand und Riesen wie den Rainfarn in die Mitte!
Eignet sich auch ein eher sandiger Untergrund?
Ja, absolut! Ein durchlässiger, nährstoffarmer Sandboden ist für fast alle deine Wildblumen ideal, da er Staunässe verhindert und Gräser ausbremst. Während Spezialisten wie die Wegwarte, das Leimkraut, der Wiesensalbei und der Dost auf Sand regelrecht aufblühen, passen sich Allrounder wie die Margerite und die Schafgarbe mühelos an. Einzig mit dem Sumpfschotenklee und dem Wiesen-Storchschnabel wirst du hier keinen Erfolg haben.
Kann man die Saatgutmischung auf seinen eigenen Streuobstwiesen verwenden?
Ja, das funktioniert sehr gut. Streuobstwiesen werden meist extensiv bewirtschaftet und bieten als klassische Frischwiesen ideale Bedingungen für die Arten dieser Mischung.
Wichtig ist dabei die Lichtausbeute: Die meisten enthaltenen Pflanzen sind sonnenliebend. Säe das Saatgut daher in die offenen, lichten Bereiche zwischen den Bäumen. Direkt im dichten Schatten unter den Baumkronen oder am Stamm solltest du nicht säen, da die Pflanzen dort nicht ausreichend Licht für eine üppige Blüte erhalten.
Ist die Mischung auch für feuchte Auengebiete geeignet?
Nein, dafür ist die Mischung nicht geeignet.
Auengebiete zeichnen sich durch regelmäßige Überschwemmungen, dauerhaft hohe Bodenfeuchte und sehr nährstoffreiche, schlickige Böden aus.
Perennials oder Annuals?
Unsere Wildblumenmischung besteht fast ausschließlich aus ausdauernden Perennials (Mehrjährige Pflanzen)!
Mehrjährig: Gewöhnliche Schafgarbe, Rainfarn, Wiesen-Margerite, Spitzwegerich, Schwarznessel, Echtes Labkraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Gewöhnlicher Dost, Wiesen-Storchschnabel, Gemeines Leimkraut, Gewöhnliche Wegwarte, Kleine Braunelle, Sumpfschotenklee, Wiesensalbei, Wiesen-Flockenblume, Kleiner Wiesenknopf, Wiesen-Witwenblume
1-3-jährig: Gewöhnlicher Pastinak, Wiesen-Glockenblume
Samen die Pflanzen selbst jedes Jahr erneut aus?
Ja, absolut. Die Mischung versamt sich von selbst, aber die Pflanzen nutzen dafür zwei verschiedene Wege:
-
Die ausdauernden Stauden: Sie überleben den Winter ohnehin als Wurzelstock und treiben im Frühling zuverlässig neu aus. Zusätzlich werfen sie im Sommer/Herbst Samen ab, wodurch sie sich auf der Fläche ausbreiten und verjüngen.
-
Die 2-jährigen Arten (Pastinak & Wiesen-Glockenblume): Sie sind zwingend auf diese Selbstaussaat angewiesen. Die Pflanzen sterben nach ihrer Blüte im zweiten Jahr ab, sichern aber durch das massenhafte Ausstreuen ihrer Samen die nächste Generation für die Folgejahre.
Sind nicht manche enthaltene Pflanzen eher für feuchte und andere eher für trockene Böden?
Genau das ist die große Stärke unserer Mischung, denn sie ist als cleveres Team aufgebaut! Trockenkünstler wie das Leimkraut und der Wiesensalbei sichern Ihnen auch in heißen Sommern ein buntes Bild, während der Sumpfschotenklee an feuchteren Stellen glänzt. Die Natur regelt das ganz von allein: An jedem Platz in Ihrem Garten werden sich genau die Blumen durchsetzen, die sich dort am wohlsten fühlen. So entsteht ein perfekt angepasstes Blütenmeer.
Kann ich damit auch eine Böschung begrünen?
Ja, genau. Die Inhaltsliste enthält ganz bewusst Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen an die Bodenfeuchte.
Trockenheitsliebend: Arten wie der Gewöhnliche Dost, Wiesensalbei und der Kleine Wiesenknopf bevorzugen durchlässige, eher trockene Böden.
Feuchtigkeitsliebend: Der Sumpfschotenklee und der Wiesen-Storchschnabel gedeihen hingegen am besten auf frischen bis feuchten Standorten.
Anpassungsfähig (Generalisten): Gewöhnliche Schafgarbe, Spitzwegerich und Wiesen-Margerite kommen mit fast allen mittleren Bedingungen sehr gut zurecht.
Haben einzelne Pflanzen einen Vorteil, wenn ich den früheren oder späteren Aussaattermin wähle?
Ja, der Zeitpunkt lenkt die Keimung! Die Aussaat im Spätsommer (August bis September) ist optimal: Sie entspricht dem natürlichen Kreislauf und ist essentiell für Kaltkeimer wie die Wiesen-Witwenblume und den Wiesen-Storchschnabel, die den Winterfrost zum Keimen brauchen. Auch zweijährige Arten wie der Pastinak etablieren sich so vor dem Winter perfekt. Die Aussaat im Frühjahr (April bis Mai) begünstigt hingegen schnellkeimende Warmkeimer wie Wiesensalbei, Dost und Leimkraut, während die Kaltkeimer dann meist ein ganzes Jahr bis zum nächsten Frühling schlafen.
Gibt es Pflanzen, die bei einem der beiden Termine nicht mehr wachsen?
Nein, völlig ausfallen wird dir keine Pflanze, aber der Start verzögert sich.
Muss ich zwischendurch mähen für mehr Vielfalt?
Du musst gar nicht mähen, es gibt optimale Zeitpunkte nach dem Aussamen der Margeriten und des Salbeis, Richtung August/September im zweiten Jahr, aber tendenziell ist unsere Wildblumenmischung sehr pflegearm.
Wie hoch werden die enthaltenen Pflanzen maximal?
Die Pflanzen in dieser Mischung erreichen je nach Standort und Nährstoffangebot unterschiedliche Wuchshöhen. Die maximale Höhe des Bestandes liegt bei etwa 150 cm.
Hier ist die Einteilung nach ihrer maximalen Wuchshöhe unter idealen Bedingungen:
Bis 150 cm (die Höchsten): Rainfarn, Gewöhnliche Wegwarte, Gewöhnlicher Pastinak
Bis 120 cm: Schwarznessel
Bis 80 cm (Mittelfeld): Gewöhnliche Schafgarbe, Wiesen-Margerite, Wiesen-Storchschnabel, Wiesensalbei, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Witwenblume, Wiesen-Glockenblume
Bis 60 cm: Spitzwegerich, Echtes Labkraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Gewöhnlicher Dost, Gemeines Leimkraut, Sumpfschotenklee, Kleiner Wiesenknopf
Bis 30 cm (die Niedrigste): Kleine Braunelle (wächst oft fast bodenaufliegend)
Wird es nur die Dosen oder auch größere Einheiten geben?
Wir arbeiten gerade mit unseren Verpackungswaren Dienstleister an Nachfüllpacks und Big-Packs für gewerbliche Partner, wir halten da alle über die Kanäle und den Newsletter auf dem neuesten Stand.
Der ökologische Sinn dahinter:
Das ist eine bewusste Strategie. Durch dieses breite Spektrum ist die Samenmischung enorm standort tolerant. Wenn sie ausgesät wird, reguliert die Natur den Rest von selbst: Auf eher trockenen Flächen setzen sich automatisch die Trockenkünstler durch, während in feuchteren Gartenbereichen die feuchtigkeitsliebenden Stauden dominieren. So entsteht überall eine dichte, optimal an den jeweiligen Standort angepasste Pflanzengesellschaft.